Ökumenischer Einheits-Gottesdienst: "So leben wir Gemeinschaft"

Sonne (Foto: Hanspeter Meier)
Seit einiger Zeit feiern wir im Zeitraum der Gebetswoche für die Einheit der Christen einen ökumenischen Gottesdienst gemeinsam mit allen Gemeinden und Pfarreien vor Ort. Dieses Jahr am 18. Januar in der evangelisch-reformierten Kirche Niederuzwil. Er stand unter dem Motto: «So leben wir Gemeinschaft».
Hanspeter Meier,
Denn wo «Geschwister in Frieden zusammen sind, schenkt Gott seinen Segen: Leben, das für immer besteht.» (Psalm 133). Diese Gemeinschaft soll ausstrahlen und allen offenstehen. So hörten wir Worte aus dem Prophetenbuch Jesaja, Kapitel 58, Verse 6-11. Hier wird ein Leben beschrieben, das Gott gefällt: «Fesseln des Unrechts lösen.» heisst es beispielsweise. Oder «an die Hungrigen dein Brot austeilen», «obdachlose Arme ins Haus aufnehmen», «der Unterdrückung ein Ende machen», «auf keinen mit dem Finger zeigen und niemand verleumden.» Ein solches Leben darf wunderbare Zusagen Gottes empfangen: «im Dunkeln geht dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.» Gott leitet, sättigt und stärkt.

Anschliessend gingen die Kinder mit Marcel Bürgi, Kinder- und Jugendarbeiter, in ihre sonntägliche «Himmelsziit» zum Singen, Spielen und Geschichte hören ins Kirchgemeindehaus.

Im Gottesdienst in der Kirche äusserten wir (als Vorbereitungsteam) uns dann dazu, was uns beim Jesaja-Text anspricht: Daniel Wyder (Lokalpfarrer EMK Uzwil-Flawil) stellte die Frage, wie wir mit Fremden und Heimatlosen umgehen. David Weibel (Pastor in der FEG Oberuzwil) wurde neu bewusst, dass Gott oft andere Dinge wichtig sind als uns. Kurt Pauli (Sozialdiakon in der evang.-ref. Kirche Oberuzwil) lud ein, gerade angesichts des Älterwerdens und schwindender Ressourcen zu prüfen, was im Rück- und Ausblick auf das Leben wirklich wesentlich war oder noch umzusetzen ist. Für Paul Hoch (kath. Seelsorger und Pfarreibeauftragter in Oberuzwil) wurde der Begriff und die Haltung der Offenheit zentral. Und Hanspeter Meier (Pfarrer in der evang.-ref. Kirche Niederuzwil) erwähnte und erinnerte an praktische Beispiele der Kirchgemeinden, in denen wir dem Impuls des Jesaja folgen.

Dann waren alle Gottesdienst-Feiernden eingeladen, sich in kleinen Gruppen darüber auszutauschen, was wir tun könnten, um unsere Gemeinschaft zu stärken und ihr Ausstrahlungskraft zu verleihen.
Die Ideen wurden auf Sonnenstrahlen notiert und nach vorne gebracht, wo bald schon eine Sonne immer heller zu strahlen begann.
Ganz unten im Bericht finden Sie alle Ideen, welche gesammelt wurden.

Schliesslich gab es die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen: Durch Einladungskarten zu einem Essen und beim Kirchenkaffee im Kirchgemeindehaus.

Zur feierlichen Stimmung trug wesentlich auch die PushBand bei, welche uns zum Singen und Loben von fröhlichen und tiefgründigen Liedern begleitet hat.

Herzlichen Dank allen, dass wir zusammen feiern und Gemeinschaft haben durften!
Hanspeter Meier, Pfr.


Und hier also die gesammelten (Sonnenstrahlen-)Ideen:

Jemanden einladen oder besuchen
offen sein
Vorurteile ablegen
auf Menschen zugehen
Geduld miteinander haben und Dankbarkeit zeigen
We listen and wie don’t judge!
Kirchenkaffee und Kaffee Plus im Oberuzwil
Einander auf der Strasse zulächeln, anstatt wegzuschauen
Aufmerksamkeit für meinen Nächsten, gegenseitige Wertschätzung
mit A. Tennis spielen
mit meinen Kindern Ferien machen
andere ermutigen, Angebote zu nutzen. Fragen: Kommst du?
offenherzig sein und Leute einladen
authentisch und ehrlich sein
zu allen freundlich sein
ehrliches Interesse am Gegenüber zeigen und zuhören, wenn nötig handeln
regelmässiges Treffen
Einladung zu einem Gespräch, zu einem Essen, vielleicht mit Wiederholung
jemanden einladen, von dem ich weiss, dass er/sie neu ist in Uzwil und Umgebung
Mit offenen Augen durch die Welt gehen und spüren, was deine Mitmenschen bewegt und wie man ihm oder ihr helfen könnte
miteinander austauschen
jemanden anrufen, jemandem schreiben, jemanden im Seniorenheim besuchen
mutig im Alltag allen Menschen begegnen und als Gotteskind auf Augenhöhe begegnen
in kleinen Dingen Unterstützung geben
offen gegenüber «randständigen» Personen sein
altersdurchmischte Gemeinschaft pflegen
etwas von anderen Kulturen auszuleihen und in schweizerische Kultur zu mischen. Z.B. Yalda-Nacht (die längste Nacht des Jahres) in einem persischen und kulturellen Anlass. (Der Anlass ist ziemlich schöner, als was Sie vielleicht im Internet finden)
beim Einkaufen den Verkäuferinnen/Verkäufern ein freundliches «Grüezi» und ein nettes «Danke» für ihre Hilfe beim Suchen geben
Gemeinde-Gebetszeiten
Mittagstisch für Asylanten
Tauschbörsen, Erlös spenden
auf andere zugehen, lachen
mutiger und offener sein!
aufeinander zugehen! Das Gespräch suchen
Menschen annehmen, wie sie sind
einfach in der Kirche oder Freizeit jemand ansprechen, um Anteilnahme zu zeigen
sich gegenseitig einladen
gemeinsame Aktivitäten gestalten
einmal monatlich eine einsame Person zu sich nach Hause einladen
Christus lädt zu Tisch: gemeinsames Essen in der Kirche und zu Hause
die Mitmenschen ohne Vorurteile sehen
Mitmenschen Zeit schenken
Nachfragen: Wie geht’s dir?
verschiedene Dienste zusammenlegen, Ressourcen teilen. So, wie es im Ehepaarfrühstück schon passiert. Vor allem, um Kinder und Jugendliche im Glauben zu stärken und Familien mit Kindern zu ermutigen, ihren Glauben im Alltag praktisch zu leben. Gemeinsam Ausgehmöglichkeiten
Menschen einladen
freundlich sein
helfen, wenn jemand Hilfe braucht
freundlich grüssen, ein Lächeln schenken
Fehler verzeihen
Beim Autofahren einmal den Vortritt geben, obwohl wir diesen selbst beanspruchen könnten
Kindern Platz zum Austoben lassen
Verschiedenhiet im Herzen annehmen
Kirchturm vergrössern
Zusammen an einem Projekt arbeiten
bewusstes Anteil nehmen aneinander, nachfragen
auf jemanden zugehen, den man noch nicht kennt
nicht erst das Trennende sehen, sondern das Gemeinsame betonen
mit einsamen Menschen sprechen, spielen, essen