AUFFAHRT - Video Kurzgottesdienst

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Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so werde ich alle zu mir ziehen. Amen.

Herzlich willkommen mit dem Wochenspruch aus Joh 12,32 zum Kurzgottesdienst.
Heute feiern wir Auffahrt - Christi Himmelfahrt. 40 Tage nach Ostern.
Auffahrt ist wie Ostern nicht leicht zu fassen. Ich habe als Pfr. noch nicht häufig Auffahrts GD geleitet.
Dann sind sonst meisten Konfirmationen, so auch in Uzwil. Nun, Corona macht es möglich, dass wir uns wieder einmal mit Christi Himmelfahrt beschäftigen.
Kurt Witzig,
Gottesdienst für 21.5.2020 AUFFAHRT


Der Friede und der Trost des 3-einigen Gottes sei mit uns allen.
Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so werde ich alle zu mir ziehen. Amen.

Herzlich willkommen mit dem Wochenspruch aus Joh 12,32 zum Kurzgottesdienst.
Heute feiern wir Auffahrt - Christi Himmelfahrt. 40 Tage nach Ostern.
Auffahrt ist wie Ostern nicht leicht zu fassen. Ich habe als Pfr. noch nicht häufig Auffahrts GD geleitet.
Dan sind sonst meisten Konfirmationen. Nun, Corona macht es möglich, dass wir uns wieder einmal mit Christi Himmelfahrt beschäftigen.

Die Himmelfahrt nach Lk. 24
50 Und er (Jesus) führte sie hinaus bis in die Nähe von Betanien. Und er hob die Hände und segnete sie. 51 Und es geschah, während er sie segnete, dass er von ihnen schied und in den Himmel emporgehoben wurde. 52 Sie aber fielen vor ihm nieder und kehrten dann mit grosser Freude nach Jerusalem zurück. 53 Und sie waren allezeit im Tempel und priesen Gott. Amen

Das wollen wir jetzt auch tun.

RG 42 Lobet und preiset ihr Völker den Herrn (3 st. Kanon)
Lobet und preiset, ihr Völker, den Herrn,
freuet euch seiner und dienet Ihm gern!
All ihr Völker lobet den Herrn!
nach Ps 67, 4-6

Gebet
Herr Jesus Christus,
der du kommen wirst mit den Wolken,
der du scheinst mit der Sonne,
der du ziehst mit den Sternen,
eins mit dem Vater und dem Geist.

Dreieiniger Gott,
du bist einerseits fern in deinem Himmel
und gleichzeitig bist du uns nah in unserm Himmel,
der durch deinen Geist in uns ist.

Berühre uns mit deiner Kraft.
Dir sei Lob und Preis.
Halleluja Amen.

Schriftlesung Epheser 1,19-23 (HFA) Ihr sollt begreifen

19 Ihr sollt erfahren, mit welch unermesslich großer Kraft Gott in uns, den Glaubenden, wirkt. Ist es doch dieselbe Kraft, 20 mit der er Christus von den Toten auferweckte und ihm den Ehrenplatz an seiner rechten Seite gab! 21 Mit ihr hat Gott ihn zum Herrscher eingesetzt über alle Mächte und Gewalten, über alle Kräfte und Herrschaften dieser und der zukünftigen Welt. 22 Alles hat Gott ihm zu Füßen gelegt und ihn zum Haupt seiner Gemeinde gemacht. 23 Sie ist sein Leib: Der Schöpfer und Vollender aller Dinge lebt in ihr mit seiner ganzen Fülle.
Worte des lebendigen Gottes.

Input zu Auffahrt - Apostelgeschichte 1:1-11 (HOF)

Die Taten der Apostel
1 Lieber Theophilus! In meinem ersten Bericht (gemeint ist das Lukasevangelium) habe ich von allem geschrieben, was Jesus getan und gelehrt hat; und zwar von Anfang an 2 bis zu seiner Rückkehr zu Gott. Bevor aber Jesus in den Himmel aufgenommen wurde, gab er den Männern, die er als seine Apostel berufen hatte, durch den Heiligen Geist Anweisungen für die Zukunft.
3 Diesen Männern hat er sich auch nach seinem Leiden und Sterben gezeigt und damit bewiesen, dass er tatsächlich auferstanden ist. Vierzig Tage lang sahen sie ihn, und er sprach mit ihnen über Gottes neue Welt.

4 Als sie an einem dieser Tage miteinander aßen, sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Verlasst Jerusalem nicht! Bleibt so lange hier, bis in Erfüllung gegangen ist, was euch der Vater durch mich versprochen hat. 5 Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber werdet bald mit dem Heiligen Geist getauft werden.«

Jesus kehrt zu Gott zurück
6 Bei dieser Gelegenheit
Die Jünger fragten ihn: »Herr, wirst du jetzt Israel wieder zu einem freien und mächtigen Reich machen?« 7 Darauf antwortete Jesus: »Die Zeit dafür hat allein Gott der Vater bestimmt. Euch steht es nicht zu, das zu wissen.
8 Aber ihr werdet den Heiligen Geist empfangen und durch seine Kraft meine Zeugen sein in Jerusalem und Judäa, in Samarien und auf der ganzen Erde.«
9 Nachdem er das gesagt hatte, nahm Gott ihn zu sich. Eine Wolke verhüllte ihn vor ihren Augen, und sie sahen ihn nicht mehr. 10 Noch während sie überrascht nach oben blickten, standen auf einmal zwei weiß gekleidete Männer bei ihnen. 11 »Ihr Galiläer«, sprachen sie die Jünger an, »was steht ihr hier und seht zum Himmel? Gott hat Jesus aus eurer Mitte zu sich in den Himmel genommen; aber eines Tages wird er genauso zurückkehren.«

(Dialekt)
Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer

‚und eine Wolke nahm ihn auf’ (LU1984)

Das erinnert mich an eine Zeit, als ich noch Gleitschirm geflogen bin. Cumuluswolken haben thermische Aufwinde.
Aber man hütet sich, aufgesogen zu werden von der Wolke. Das ist für Menschen sehr gefährlich.
D Wolke: Ein Symbol für Gott und Allmacht.

Im Apostolischen Glaubensbekenntnis
heisst es u.a. über Jesus Christus
‚am dritten Tage auferstanden von den Toten, (Ostern)

anschliessend die Auffahrt
‚aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; / von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.‘

Die Erwähnung des Gerichtes kann Angst machen. Es kann uns aber auch Trost schenken in allem Leid auf Erden.
Das meint: Gott wird durch JX einmal alle Menschen an der letzten Gerechtigkeit ausrichten.
Recht üben. Letzte Gerechtigkeit erleben viele ja noch nicht auf Erden.

Vor 75 Jahren ging der 2.WK zu Ende. Unglaubliche Gräuel sind verübt worden. Unzählige Opfer hat es gegeben. Und unglaubliche Opfer sind gebracht worden. Von einer ganzen Generation. Auf beiden Seiten.
Frieden und Freiheit sind aber am 8.Mai nicht sofort Wirklichkeit gewesen.
Europa ist teils noch Jahre in Trümmern gelegen. So wie das nach jedem Krieg leider der Fall ist. Unzählige innere Verletzung kommen dazu. Darüber spricht die erste Generation nur selten. Man verdrängt und schaut vorwärts.
Das Mahnmal von der bekannten Frauenkirche in Dresden ist erst in den letzten Jahren aus den Trümmern wiederauferstanden.
Kürzlich hat mir eine Frau, die den Bombenkrieg noch miterlebt hatte, davon erzählt. Und dass sie auch gespendet habe für den Wiederaufbau.

Aus der Not wieder auferstehen. Darum geht es auch im übertragenen Sinn bei Ostern und Auffahrt.
Ähnlich kann man den Sieg von Jesus Christus über den Tod vergleichen.
Der Sieg über den Tod ist errungen. Im Glauben an Jesus Christus dürfen wir eine Hoffnung haben, die uns niemand rauben kann.
Aber wir leben noch im Vorläufigen. Die Vollendung steht erst noch bevor.
‚In dir ist Freude in allem Leide, o mein lieber Jesu Christ.’
So singen wir nachher.
Daran müssen und dürfen wir festhalten in allen Herausforderungen des Lebens.
In allem, was uns zugemutet wird - manchmal auch von Gott.
Leid im Grossen. Leid im Kleinen.

Unsere älteste Tochter ist an einem Muttertag geboren worden. Was für eine Freude!
Die jüngste Tochter von einer Schwester von mir ist am diesjährigen Muttertag vor 3 Jahren gestorben - an Knochenkrebs mit 13.
Freud und Leid liegen oft nahe beisammen. Es trifft auch Glaubende. Nicht alle Gebete werden erhört. Umso wichtiger darum unsere Ausrichtung auf die ewigen Werte.
Wir leben aus der Gnade von Gott. Jeden Tag neu. Haben oft wenig im Griff.

Das kann uns Auffahrt deutlich machen.

Auffahrt: Abschied und Loslassen vom Gewohnten. Etwas Neues kündigt sich an.
Und dann Pfingsten: Endlich kommt die ersehnte neue Kraft. Der Heilige Geist. Neuer Mut. Der Tröster auch. Mutiges Bezeugen vom Glauben. Menschen kommen zum Glauben.
Es geht ganz anders weiter als früher gedacht. Ganz anders.

Was heisst das für uns?
Im Glauben an Christus darf ich (hin)durchdringen zur inneren Gewissheit. Egal wie düster dein Leben im Moment scheint. Frieden, Trost und ewiges Leben sind dir im Vertrauen auf Jesus verheissen. Daran haben Christen zu allen Zeiten festgehalten.

Alte und bewährte Kirchenlieder sind mir ein grosser Trost, gerade auch in der heutigen Zeit.
‚Wenn wir dich haben, kann uns nichts schaden’

Das gilt aber nur, wenn wir das Leben nicht nur durch die irdische Brille betrachten. Sondern durch den ewigen Horizont.
Die Gewissheit hat in den Herzen von den ersten Jüngerinnen und Jünger zunehmend Raum eingenommen.
Sie sind zwar dagestanden wir Ölgötzen. Aber sie sind erfüllt worden mit Freude. Sie haben Gott gelobt.

In diesem Sinn wünsche ich Dir von Herzen frohe Auffahrtstage.
Immer wieder neu.
Mit staunendem Blick aufwärts.
Mit fragendem Blick auf den segnenden aufgefahrenen Jesus, welcher dereinst wiederkommen wird.
Mit innerer Freude - wie die ersten Jünger auf dem Ölberg.

Amen

RG 652 (1-2) In dir ist Freude
1) In dir ist Freude in allem Leide,
o du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben,
du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden.
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G'müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben;
nichts kann uns scheiden. Halleluja.

2) Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden
Teufel, Welt, Sünd oder Tod;
du hast's in Händen, kannst alles wenden,
wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren
mit hellem Schalle, freuen uns alle
zu dieser Stunde. Halleluja.
Wir jubilieren und triumphieren,
lieben und loben dein Macht dort droben
mit Herz und Munde. Halleluja.

Sendung, Segen
Empfangt den Zuspruch des Segens:
Christus spricht
Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende der Welt.

Der HERR ist dein Licht und dein Heil;
vor wem solltest du dich mich fürchten? (Ps 27,1)

So segne uns und den ganzem Erdenkreis
der dreieinige und barmherzige Gott.
Amen

Pfr. Kurt Witzig, Mai 2020
Bereitgestellt: 20.05.2020     Besuche: 72 Monat 
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