Ehepaarfrühstück mit Marianne und Raoul Hottinger

2016-11-05 11.33.29 (Foto: Monika Markwalder)

Wiederum durften wir alle einen sehr gelungenen und interessanten Morgen erleben. Diesen Samstag mit dem Ehepaar Marianne und Raoul Hottinger zum Thema "Vom dreifachen Seil der Liebe". Der feine Brunch - dieses Mal mit einer besonders schönen und reichhaltigen Fleischplatte - wurde wiederum sehr genossen.
Monika Markwalder,
Marianne und Raoul Hottinger sind seit 26 Jahren verheiratet und haben vier Kinder im Erwachsenenalter. Das dreifache Seil der Liebe - das würde für sie persönlich immer noch einiges zu entdecken geben, auch wenn sie schon länger miteinander unterwegs seien. Sie eröffneten ihr Referat mit dem Satz: "Wir wollen mit euch heute morgen unser Herz teilen". Ihr Referat war gefüllt mit drei Hauptpunkten:
Zu unterschiedlichen Zeiten bereit sein / nicht jeder hat immer gleich viel Power / Unterschiedlichkeit

Ihr Trauvers steht im Prediger 4: 9 Zwei haben es besser als einer allein, denn zusammen können sie mehr erreichen. 10 Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine. Doch wie schlecht steht es um den, der alleine ist, wenn er hinfällt! Niemand ist da, der ihm wieder aufhilft! 11 Wenn zwei in der Kälte zusammenliegen, wärmt einer den anderen, doch wie soll einer allein warm werden? 12 Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: "Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!"

Dieser Vers hat sie durch ihre Ehe begleitet. Zu wissen, dass sich Gott zur gemeinsamen Liebe stellt und mitten im Ehealltag präsent ist, hilft enorm, auch in Zeiten, wenn die Liebe zueinander an die Grenzen kommt. Anhand verschiedener persönlicher Beispiele und einer Zeichnung erklärten Hottingers, wie wichtig es ist, die Verbindung zu Gott aufzunehmen, wenn die Verbindung zum Partner/zur Partnerin gestört oder unterbrochen wurde. Dies macht Busse und Vergebung möglich und hilft, wieder ein weiches Herz zu bekommen und neu aufeinander zuzugehen. Nicht immer sind beide Ehepartner dazu gleichzeitig bereit - Gott überwindet die zeitliche Kluft. Es ist auch gut zu wissen, dass Gott nicht nur mit mir, sondern auch mit dem Ehepartner unterwegs ist. Hottingers beleuchteten auch die Unterschiedlichkeit in ihren Persönlichkeiten und wie sie damit umgehen. Dort, wo die Eigenheiten der eigenen Persönlichkeit zum Hindernis werden, kann Gott auch Veränderung schaffen.
Es war ein sehr ehrliches Referat, das bei den Ehepaaren im Saal auch eigene Herausforderungen erkennen liess. Darüber konnte kurz ausgetauscht werden. Mit einem geflickten Tongefäss durch dessen Ritzen das Licht schien, schlossen Hottingers das Referat ab: Unser Vater im Himmel ist der Töpfer und wir sind der Ton - und Gott kann auch aus zerbrochenen Gefässen wieder etwas Schönes entstehen lassen.
Wir danken Marianne und Raoul Hottinger ganz herzlich für ihr Dasein und die Inspiration. Dem treuen Team sprach auch Pfarrer Christoph Baumann ein herzliches Dankeschön aus.

Das nächste Ehepaarfrühstück findet am Samstag 11. März mit Brigitte und Peter Gerber statt.

Monika Markwalder
Bereitgestellt: 05.11.2016      
aktualisiert mit kirchenweb.ch