Publiziert von: Christoph Baumann
Bereitgestellt: 11.09.2025
«Der Sommer vorbei…»
Gedanken zum eidgenössischen Dank- Buss- und Bettag vom 21. 9.2025.
Christoph Baumann,
Liebe Gemeinde,
Tief verwurzelt in unserer Geschichte, unserer Kultur, auch jener in unseren Bergen, wie das folgende Gebet aus dem reformierten St. Galler Gebetsbuch zum Ausdruck bringt, ist der Feiertag des eidgenössischen Dank-. Buss- und Bettages. Seine Substanz, sein Inhalt lässt sich nicht auf Orte, Geographie, Berge oder Täler begrenzen. Überall wo Menschen sind, da «spricht» dieser Feiertag zu alle jenen, die auf seine Botschaft hören wollen.
Doch «Hören» und lesen sie selbst:
Heimkehr wird Einkehr
«Der Sommer vorbei. Die Jauchzer verhallt. Am Bettag müssen die Alpen geleert, muss das Vieh unten sein. Die Gedanken der Sennen aber weilen noch droben., in verlassenen Hütten, auf verlassenen Höhen. Kurz war der Sommer, kurz waren die Nächte. Dennoch bleibt Raum für Manches Gespräch. Nun also Heimkehr, Heimkehr zum Bettag. Heimkehr wird Einkehr.
Der Sommer vorbei. Der Bet-Ruf (tägliches, traditionelles Gebet der Sennen und Hirten im Alpenraum) verhallt, nicht ungehört freilich, der Alp Segen bleibt: Lobet den Herren vom Himmel her. Lobet ihn in den Höhen.» Der Nachtruf des Beters, sein Aufruf zum Danken verhallen nicht einfach. Was Sennen gesungen, leite uns alle da unten im Tal durch herbstliche Nächte, durch das Dunkel des Winters.» Du bleib bei uns…». Heimkehr wird Einkehr. Einkehr wird Heimkehr.
Der Sommer vorbei. Nicht alles verhallt. Sicherlich bleien, Glaube, Liebe, Hoffnung wie eh. Die Ernte ist reif, die Äcker sind leer. Können wir alles, was reift, auch begreifen? Aussicht und Einsicht: Noch einmal schweift der Blick in die Berge. Das Wissen um Hilfe vertreibt die Angst. Zeit ist zu danken, Zeit für Heimkehr, Zeit für Einkehr: Willkommen daheim!»
Möge die Botschaft des eidgenössischen Dank- Buss und Bettag auch uns zum Danken, zur ständigen Erneuerung und Gesundung unserer Gesinnung (Busse) und zum Gebet berühren und bewegen.
In diesem Sinn mit frohem Gruss und im Namen unserer Kirchgemeinde,
Christoph Baumann, Pfarrer
Tief verwurzelt in unserer Geschichte, unserer Kultur, auch jener in unseren Bergen, wie das folgende Gebet aus dem reformierten St. Galler Gebetsbuch zum Ausdruck bringt, ist der Feiertag des eidgenössischen Dank-. Buss- und Bettages. Seine Substanz, sein Inhalt lässt sich nicht auf Orte, Geographie, Berge oder Täler begrenzen. Überall wo Menschen sind, da «spricht» dieser Feiertag zu alle jenen, die auf seine Botschaft hören wollen.
Doch «Hören» und lesen sie selbst:
Heimkehr wird Einkehr
«Der Sommer vorbei. Die Jauchzer verhallt. Am Bettag müssen die Alpen geleert, muss das Vieh unten sein. Die Gedanken der Sennen aber weilen noch droben., in verlassenen Hütten, auf verlassenen Höhen. Kurz war der Sommer, kurz waren die Nächte. Dennoch bleibt Raum für Manches Gespräch. Nun also Heimkehr, Heimkehr zum Bettag. Heimkehr wird Einkehr.
Der Sommer vorbei. Der Bet-Ruf (tägliches, traditionelles Gebet der Sennen und Hirten im Alpenraum) verhallt, nicht ungehört freilich, der Alp Segen bleibt: Lobet den Herren vom Himmel her. Lobet ihn in den Höhen.» Der Nachtruf des Beters, sein Aufruf zum Danken verhallen nicht einfach. Was Sennen gesungen, leite uns alle da unten im Tal durch herbstliche Nächte, durch das Dunkel des Winters.» Du bleib bei uns…». Heimkehr wird Einkehr. Einkehr wird Heimkehr.
Der Sommer vorbei. Nicht alles verhallt. Sicherlich bleien, Glaube, Liebe, Hoffnung wie eh. Die Ernte ist reif, die Äcker sind leer. Können wir alles, was reift, auch begreifen? Aussicht und Einsicht: Noch einmal schweift der Blick in die Berge. Das Wissen um Hilfe vertreibt die Angst. Zeit ist zu danken, Zeit für Heimkehr, Zeit für Einkehr: Willkommen daheim!»
Möge die Botschaft des eidgenössischen Dank- Buss und Bettag auch uns zum Danken, zur ständigen Erneuerung und Gesundung unserer Gesinnung (Busse) und zum Gebet berühren und bewegen.
In diesem Sinn mit frohem Gruss und im Namen unserer Kirchgemeinde,
Christoph Baumann, Pfarrer
